Der Umgang mit Betäubungsmitteln stellt hohe fachliche, rechtliche und ethische Anforderungen an das Pflegepersonal – insbesondere in palliativen und komplexen Pflegesituationen. Dieses Seminar vermittelt praxisnahes Wissen und stärkt die Handlungssicherheit im beruflichen Alltag.
Im Mittelpunkt steht die bedarfsgerechte Schmerztherapie: Wie werden Bedarfe frühzeitig erkannt? Wie wird angemessen gehandelt, wenn ärztliche Anordnungen nicht ausreichen? Und wie können Pflegende auch in herausfordernden Situationen professionell und verantwortungsvoll reagieren?
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Konzept des „Total Pain“ und dem Erkennen unterschiedlicher Schmerzebenen – körperlich, psychisch, sozial und spirituell.
Seminarinhalte:
- Rechtssichere und fachlich korrekte Anwendung von Betäubungsmitteln
- Erkennen und professioneller Umgang mit Schmerz- und Bedarfsmedikation
- Konkretes Handeln bei unzureichenden Anordnungen
- Sicherheit bei der Verabreichung von s.c. BTM-Gaben
- Korrektes Aufziehen von Medikamenten aus Ampullen
- Praktisches Üben subkutaner Injektionen – unter Berücksichtigung unterschiedlicher Körperkonstitutionen
- Beobachtung und Einschätzung möglicher Nebenwirkungen und Reaktionen, insbesondere in palliativen und teilweise unvorhersehbaren Pflegesituationen
- Fachgerechte und nachvollziehbare Dokumentation der BTM-Gabe
- Delegationsschema im Umgang mit Arzneimitteln und Betäubungsmitteln (BTM’s)
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen und Fallbeispielen. Ziel ist es, Sicherheit, Kompetenz und Professionalität im Umgang mit Betäubungsmitteln nachhaltig zu stärken.