Weiterbildung

Qualifizierungsmaßnahme: Medizinische Behandlungspflege Leistungsgruppe 1 und 2

Im Jahre 2010 wurden die Rahmenverträge der Kassen mit den ambulanten Pflegediensten neu geschlossen bzw. angepasst. Danach dürfen AltenpflegehelferInnen und sonstige Pflegehilfskräfte auch für bestimmte behandlungspflegerische Tätigkeiten (gem. § 37 Abs. 2 Satz 1 SGB V, Leistungsgruppe 1 und 2) eingesetzt werden.

Die rechtliche Situation der häuslichen Krankenpflege wird im § 37 SGB V geregelt.
Tätigkeiten der Behandlungspflege können laut Rahmenvertrag gemäß § 132 und 132 a SGB V nur an Pflegekräfte ohne formelle Qualifikation delegiert werden, wenn diese neben einer ausreichenden Berufserfahrung das nötige Fachwissen besitzen. Die ambulanten Pflegedienste müssen den Nachweis erbringen, dass ihre Pflegekräfte über das notwendige Wissen und Können zur Ausübung behandlungspflegerischer Tätigkeiten verfügen.

Die Weiterbildung qualifiziert die TeilnehmerInnen, behandlungspflegerische Tätigkeiten der Leistungsgruppe 1 und 2 sach- und fachgerecht im Rahmen der häuslichen Kranken- und Altenpflege auszuführen. Alle relevanten Pflegethemen werden vermittelt und mit adäquaten Materialen praktisch eingeübt.

Umfang der Weiterbildung
Die Weiterbildung umfasst 152 Unterrichtseinheiten (1 UE = 45 Min) und wird in 8 Lehrgangseinheiten sowie einem Prüfungstag durchgeführt.
Die Maßnahme schließt mit einer schriftlichen und fachpraktischen Prüfung ab.
Die Lehrgangseinheiten können auch unabhängig von der Qualifizierungsmaßnahme gebucht werden!

Ziele der Weiterbildung
Die Qualifizierungsmaßnahme bildet die TeilnehmerInnen darin aus, die behandlungs-pflegerischen Tätigkeiten der Leistungsgruppe 1 und 2 sach- und fachgerecht durchführen zu können.

Das erlangte Wissen umfasst theoretische Grundkenntnisse der jeweiligen behandlungs-pflegerischen Maßnahme, Kenntnisse von Risiken, Komplikationen, typischen Fehlerquellen und zielgerichtete Folgehandlungen. Ferner werden die jeweiligen praktischen Grundkenntnisse zur Durchführung der Maßnahme sowie hygienische Verfahrensregeln vermittelt.

Lehrinhalte der Weiterbildung

  • Grundlagen der rechtlichen Rahmenbedingungen / Ernährung im Alter und Blutzuckermessung
  • Versorgung eines suprabubischen Dauerkatheters (SPK) / Flüssigkeitsbilanzierung / Umgang mit einer percutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) / Verabreichen von Klistieren
  • Blutdruckmessung
  • Umgang mit medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS)
  • Versorgung eines Dekubitus Kategorien I und II
  • Herrichten und Verabreichen von Medikamenten / Augentropfen verabreichen / subcutane Injektionen
  • Durchführung von dermatologischen Bädern / Kältetherapie / Medizinische Einreibungen / Inhalation
  • Hygiene / Erste-Hilfe-Kurs / Kommunikation in der Pflege


Die Lehrgangseinheiten sind auch individuell buchbar – sprechen Sie uns an!


Termine

  • 01.04.2019 – 04.12.2019
  • Prüfungstag: 12.12.2019



Zielgruppe

  • Pflegehilfskräfte
  • AltenpflegehelferInnen
  • Pflegefachkräfte zur Auffrischung oder für den Wiedereinstieg nach Familienpause
  • ArzthelferInnen
  • sowie sonstige geeignete Personen


Hinweise

  • 8 Lehrgangseinheiten à 2 bzw. 3 Tage
  • 152 Unterrichtseinheiten
  • Preis gilt für alle Lehrgangseinheiten
  • 20 Leistungspunkte „Registrierung beruflich Pflegender“ (nur für exam. Pflegekräfte)



Ausführliche Informationen in unserer Broschüre „Weiterbildungen 2019“ (siehe S. 50ff)

Seminar

WB 619

Leistungspunkte

20

Datum

01.04.–12.12.2019

Zeit

09:00–16:15 h

Ort

Bildungszentrum der Bremer Heimstiftung
Fedelhören 78, 28203 Bremen

Leitung

Ilke Schulte-Guhlke

Gesamtkosten

€ 1.980,00

Veranstalter

Erwin-Stauss-Institut

Fedelhören 78
28203 Bremen

E-Mail: info@esi-bremen.de

Telefon: 0421/3387923
Fax: 0421/3387924


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