Weiterbildung

Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen gem. §§ 43 b, 53 c SGB XI

Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes II zum 1. Januar 2017 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass pflegebedürftige Menschen in stationären und teilstationären Einrichtungen einen Anspruch auf Maßnahmen der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung haben. Da immer mehr Menschen pflegebedürftig sind, wächst der Bedarf an qualifizierten Betreuungskräften.

Im Pflegealltag kommt die individuelle, ganzheitliche Betreuung alter Menschen häufig zu kurz. Betreuungskräfte übernehmen hier eine wesentliche Rolle. Sie haben Zeit für Gespräche und geben seelischen Halt und Orientierung. Weitere Aufgaben sind die Aktivierung der pflegebedürftigen Menschen in Bezug auf „Alltagsaktivitäten“, mit dem Ziel durch Motivation, Begleitung und Betreuung das Wohlbefinden positiv zu beeinflussen und Lebensqualität zu fördern. Mögliche Aktivitäten sind: Malen, Basteln, leichte handwerkliche Arbeiten und Gartenarbeit, Kochen und Backen, Musizieren, Tanzgymnastik, Anfertigen von Erinnerungsalben und Weiteres.

Der Kurs entspricht den staatlichen Richtlinien für Betreuungskräfte. Dadurch ist der Abschluss dieser Weiterbildung allgemein anerkannt.

Umfang der Weiterbildung
Die Maßnahme umfasst ein Orientierungspraktikum von 5 Tagen (40 Std.), 4 Wochen Theorie (160 UE; 1 UE = 45 Min.) und ein 2-wöchiges Betreuungspraktikum (80 Std.).

Das Orientierungspraktikum ist nur für TeilnehmerInnen ohne therapeutische oder pflegerische Vorkenntnisse erforderlich; es ist vor der Qualifizierungsmaßnahme in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung durchzuführen. Dieses Orientierungspraktikum soll dazu dienen, erste Eindrücke über die Tätigkeit mit betreuungsbedürftigen Menschen zu gewinnen und eine Selbsteinschätzung über die Eignung für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich vorzunehmen.

Die Präsenzzeit wird in Modulen von montags bis freitags (jeweils von 9.00 bis 16.15 Uhr) bzw. von montags bis mittwochs (Mo – Di jeweils von 9.00 bis 16.15 Uhr und Mi von 9.00 bis 12.15 Uhr) zu je 40 bzw. 20 UE angeboten.

Das 2-wöchige Betreuungspraktikum soll in der Zeit zwischen der 3. und der 4. Seminarwoche in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung erfolgen.

Im Basiskurs (100 UE – Modul 1-3) werden die Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderung sowie typische Alterskrankheiten und Grundkenntnisse der Pflege, der Kommunikation und Interaktion, sowie Erste Hilfe vermittelt.

Zwischen dem Basiskurs und dem Aufbaukurs findet das Praktikum statt. Im Praktikum können die erlangten Grundkenntnisse im Umgang mit HeimbewohnerInnen, Kommunikation mit anderen Professionen in die Praxis umgesetzt werden. Die TeilnehmerInnen erhalten einen Praxisauftrag, der in der anschließenden Aufbauwoche besprochen wird.

Im Aufbaukurs (60 UE – Modul 4 – 5) werden die Grundkenntnisse aus dem Basiskurs und den gesammelten Erfahrungen im Praktikum vertieft, Beschäftigung und Freizeitgestaltung bei BewohnerInnen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen geschult sowie Grundkenntnisse in der Rechtskunde, Hauswirtschaft und Ernährung vermittelt.

Ziele der Weiterbildung
Die TeilnehmerInnen erhalten Grundkenntnisse und Fertigkeiten der Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen.
Die TeilnehmerInnen erhalten Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen sowie typische Alterskrankheiten.
Durch den Erwerb der pflegerischen Grundkenntnisse sind die TeilnehmerInnen in der Lage, im Notfall Hilfe zu leisten und den Pflegebedarf an das zuständige Fachpersonal entsprechend zu kommunizieren.
Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, bei einem Notfall Erste Hilfe leisten zu können.
Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, Alltags- und Beschäftigungsangebote zu planen und umzusetzen.

Zielgruppe
Die Maßnahme ist geeignet für lebenserfahrene Personen, die gerne demenzerkrankte und andere Menschen mit erheblicher Beeinträchtigung der Alltagskompetenz betreuen möchten. Formell erworbene und fachliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Vorhandene Kompetenzen in pflegerischen, hauswirtschaftlichen, therapeutischen oder künstlerisch-handwerklichen Berufsfeldern können von Vorteil sein.

Hinweise

  • 5 Module (Mo. – Fr. bzw. Mo. – Mi.)
  • 160 Unterrichtseinheiten Präsenzzeit
  • 80 Std. Praktikumseinsatz (2 Wochen)
  • ggf. 40 Std. Orientierungspraktikum (5 Tage)
  • Preis gilt für alle Module
  • 20 Leistungspunkte „Registrierung beruflich Pflegender“ (nur für exam. Pflegekräfte)


Ausführliche Informationen in unserer Broschüre „Weiterbildungen 2019“ (siehe S. 58ff)

Seminar

WB 719

Leistungspunkte

20

Datum

02.09.2019–25.03.2020

Zeit

wird noch bekannt gegeben

Ort

Bildungszentrum der Bremer Heimstiftung
Fedelhören 78, 28203 Bremen

Leitung

Ilke Schulte-Guhlke

Gesamtkosten

€ 1.300,00

Veranstalter

Erwin-Stauss-Institut

Fedelhören 78
28203 Bremen

E-Mail: info@esi-bremen.de

Telefon: 0421/3387923
Fax: 0421/3387924


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